Unser Stand am Weihnachtsmarkt im Hagebaumarkt in Landau am 26. November 2011

Wir danken Ihnen vielmals für Ihren Besuch. Die selbstgemachten Plätzchen und Hundekekse haben zahlreiche Abnehmer gefunden. Der Erlös fließt zu 100% in unseren Gnadenhof.


Unser Infostand auf dem Streetlifefestival am
10. und 11. September in München

http://www.streetlife-festival.de/



14 Uhr - Hundezeit auf dem Gnadenhof

Streicheln, Leckerlis, Gehege putzen - Petra Wild hat nachmittags viel zu tun
Von Teresa Nebauer

Landau. Taps taps taps. Die Tür schwingt ein Stück weiter auf. Das Tapsen wird schneller, begleitet von aufgeregtem Hecheln. Acht Pfoten, vier große und vier kleine, bahnen sich einen Weg nach draußen. Fast gleichzeitig tauchen zwei Köpfe im Türrahmen auf, dann schießen die beiden Hunde auch schon ins Freie. Jacky und Sina, ein ungleiches Paar. Während Pinscher-Terrier-Mix Jacky ein Dreikäsehoch von 30 Zentimetern Höhe ist, überragt Sina ihn um ein mehrfaches seiner eigenen Körpergröße.
Es ist 14 Uhr. Hunde-Zeit auf dem Gnadenhof Lorena. Nacheinander lassen Petra Wild und Manuela Gahr die Hundegruppen auf den Hof hinaus, wo sie sich austoben können. In der Zwischenzeit putzen die Frauen ihre Gehege, kontrollieren, ob genügend Wasser und Futter da ist.
"Ja hallo, meine Babys", ruft Petra, dann kommt der Ansturm. Jacky und Sina springen um sie herum, lecken ihre Hände ab, buhlen um Aufmerksamkeit. Bis die Box sauber ist, dürfen sie im Hof herumtollen, ein bisschen Trockenfutter fressen und Wasser aus einem silbernen Napf trinken. Oder, wie in Jackys Fall, aus der blauen Gießkanne neben der Haustür. Bevor sie den Hof wieder verlassen setzen die zwei schnell noch einige Markierungen. "Jacky, Sina!", ruft Petra. In der Hand hat sie zwei Stücke rohes Fleisch. Die gibt es als Belohnung, gepaart mit Streicheleinheiten und lieben Worten. "Es ist wichtig, dass man sich Zeit nimmt. Die Hunde brauchen das. Sie benötigen Aufmerksamkeit und den Kontakt zu uns", erklärt Petra Wild und krault Sina hinter den Ohren.

Seit Jahren in einer Gruppe

Nacheinander kommen noch einige Hunde auf den Hof. Sie leben teilweise seit Jahren in ihrer Gruppe, immer mit den gleichen Artgenossen. So wie die "Senioren". Eine Hündin ist vor kurzem gestorben, jetzt sind nur noch drei Senioren übrig, alle über 15 Jahre alt. Die Dackel-Dame Chipsy lebt allein. "Sie hatte einen Partner, mit dem sie zusammengelebt hat. Seit er tot ist, möchte sie nicht mehr mit jemand neuem zusammen sein", sagt Petra bedauernd und beugt sich zu Chipsy hinunter, um sie zu streicheln.

Zum Auslaufen auf die Spielwiese

Alle Hunde sind zurück in ihren Freigehegen. Naja, fast alle. Petra geht einen schmalen Weg hinab, der durch ein Wäldchen auf dem riesigen Gelände des Gnadenhofs führt. Am Ende des Weges ist eine umzäunte Wiese. Die Spielwiese. Jeweils eine Stunde lang genießen die Hundegruppen dort ihren Auslauf. Schäferhund Smokey ist außer Rand und Band. Mit einem Ball im Maul fetzt er über die Wiese, springt in das kleine Wasserbecken, sofort wieder hinaus und rennt weiter, auf eine schwarze Hündin zu. "Das sind richtige Powerhunde", stellt Petra fest und wirft einen Tennisball für die junge Hündin, den sie begeistert apportiert. Smokey läuft mit, seinen Ball lässt er allerdings nicht los. "Der hat immer einen Ball dabei", sagt Petra und lacht. "Wenn der beim Spazieren Gehen seinen Ball verliert, muss man umdrehen, damit er ihn wieder holen kann", fügt sie hinzu.
Jetzt schaut Petra noch bei den Katzen vorbei, ob alles in Ordnung ist. Im Außenbereich des Katzengeheges setzt sie sich auf eine Stufe und spricht beruhigend mit den Tieren. Sie kennt jede der vielen Katzen beim Namen. Der dicke Garfield legt sich auf den Rücken und lässt sich streicheln. Laut schnurrend streckt der Tigerkater die Pfoten in die Luft.
Beim Verlassen des Katzengeheges steht plötzlich Cinderella da. Die gescheckte Katze lebt nicht auf dem Hof, kommt aber öfter zu Besuch. Neben ihr liegt Henne Berta. "Die haben wir mit der Hand aufgezogen. Wenn man sie ruft, dann kommt sie", erklärt Petra.
15 Uhr. Die Sonne scheint heiß auf den Hof, der jetzt wie leer gefegt ist. Kein Jacky, keine Sina. Nur von unten auf der Spielwiese hört man etwas. Smokey bellt. Hat er etwa doch seinen Ball fallen gelassen?

© 2011 Zeitungsgruppe Straubinger Tagblatt / Landshuter Zeitung

Tag der offenen Tür

 

Am Samstag, den 16.07.2011 fand wieder ein Tag der offenen Tür im Gnadenhof statt.



"Nicht ganz nutzlos auf der Welt"

 

Renovierungsarbeiten im Gnadenhof fast abgeschlossen - Tag der offenen Tür geplant
Von Jutta Lehmann Landau. Was lange währt, wird endlich gut:
Der Gnadenhof Lorena befindet sich in der letzten Phase der Neugestaltung und Renovierung.
Gegen Ende September, Anfang Oktober wird das Ergebnis beim Tag der offenen Tür der Öffentlichkeit vorgestellt. Stolz und ein wenig erleichtert, dass das
Schlimmste erstmal erledigt ist, zeigt Lona Kreil, die Leiterin und Gründerin des Gnadenhofs Lorena das bisher Geschaffte. Ein Sturm hatte das alte Katzenfreigehege zerstört und somit musste ein neues - stabileres her. "Allein das Dach hat 10 000 Euro gekostet", sagt die Tierschützerin. "Aber das neue Katzengehege ist wirklich toll geworden." Ganz neu gebaut wurden die sechs Hundecontainer, die jeweils drei bis vier Hunde fassen können und von denen
eine Glastür ins Freigehege führt. "Damit ich für meine Hunde, die momentan in drei Gruppen leben mehr Platz habe - das ist der Sinn der Sache. Außerdem kann ich einen Container als Quarantänestation nutzen für Neuzugänge oder frisch Operierte. Denn
Neuzugänge können ja nicht gleich in eine Gruppe integriert werden. Die Container werden jetzt gerade gestrichen und gefliest. Dann wird das Freigelände dahinter hergerichtet. "Wenn ich nicht Hilfe von meinen Mitarbeitern und einem Freund aus München hätte, der immer Samstags mit der ganzen Familie samt Schwiegersohn und Enkelkindern kommt, wüsste ich nicht, wie ich das alles schaffen sollte. Denn Handwerker hätte ich mir nicht leisten können", erklärt
Kreil. "Bisher habe ich schon zwischen 60 und 70 000 Euro ausgegeben und bin noch nicht fertig, denn das Wohnhaus braucht nach 30 Jahren jetzt auch mal einen professionellen Anstrich. Nach 15 Jahren Tierasyl geht halt mal einiges kaputt. Und jetzt war es eben soweit, mal richtig rundum zu erneuern.
Deswegen hatten wir im Mai keinen Tag der offenen Tür, sondern planen ihn erst im September oder Anfang Oktober. Bis dahin muss alles fertig sein, aber dann haben wir wenigstens was G'scheits", meint Kreil. Tatkräftige Hilfe bekommt sie auch von ihren
vier festen Mitarbeitern und zwei 400-Euro-Kräften, die auch in ihrer Tierpension helfen. "Gott sei Dank sind die beiden Höfe nicht so weit voneinander entfernt."
Und wenn sie nach dem Baustress ein wenig relaxen will, geht Lona Kreil in den Pferdestall. "Der Geruch alleine! Ich liebe das. Meine 14 Pferde sind eine feste Herde und mehr Pferde sollen auch nicht dazu kommen. Das sind alles ehemalige Rennpferde, Schulpferde und sonstige ausgediente Reitpferde, die vorm Schlachter gerettet wurden. Die werden nicht mehr geritten, denn die haben sich ihre Ruhe und ihr Gnadenbrot mehr als verdient. Sie brauchen zwar jede
Woche sechs Rundballen Heu, damit wird bei uns nicht gespart. Aber wenn ich sie mir so anschaue, habe ich das Gefühl, dass ich nicht ganz nutzlos auf der Welt bin", sagt sie mit einem Augenzwinkern.
Redaktion: dgf_land
26. August 2010

 


Futterspenden

Aufgrund der angespannten finanziellen Situation wären wir für Futterspenden aller Art (Hundefutter, Katzenfutter, Heu, etc.) sehr dankbar.


"Was sind sind das nur für Menschen?!"

Joggerinnen fanden im Wald angebundene, völlig abgemagerte Katze

Quelle: Landauer Zeitung 11.07.2009


Von Jutta Lehmann

Landau. Lona Kreil vom Gnadenhof Lorena ist außer sich vor Wut: „Ich verstehe die Welt nicht mehr. Wer tut so was? Was sind das nur für Menschen?“ Vor zwei Tagen hörten zwei junge Mädchen beim Joggen im Wald ein leises, klägliches Miauen. Als sie dem nachgingen, fanden sie eine Katze mit einem Seil an einem Baum angebunden.„Nicht etwa am Wegrand, wo man sie hätte leichter finden können,“ erzählt Lona Kreil, „sondern sie mussten schon ein ganzes Stück in den Wald reingehen. Sie nahmen die Katze mit und riefen mich so gegen halb elf abends an. Ich habe sie erst einmal in meiner Tierpension untergebracht. Heute kommt sie aber in den Gnadenhof, wo sie von meiner Tierärztin untersucht wird und sie dann in Gesellschaft anderer Katzen ist.“

Nur Haut und Knochen.

Die Katze ist nicht mehr jung, aber sehr lieb und zutraulich. Ihr braun-weißes längeres Fell ist sehr gepflegt. Also müsse sie wohl irgend jemandem gehört haben, mutmaßt Kreil. „Wenn es nicht geregnet hätte die letzten paar Tage, wäre sie längst tot. Denn ohne Nahrung kommen Katzen ja lang aus, aber nicht ohne Wasser. Sie muss also tagelang, wenn nicht wochenlang dort am Baum angebunden gewesen sein, so abgemagert wie sie ist. Sie besteht ja nur noch aus Haut und Knochen.“Lona Kreil hat in ihrem Leben als engagierte Tierschützerin schon viel erlebt, ist aber immer wieder von solchen Fälle aus der Fassung zu bringen. „Wenn man das so lange macht, wird man kein Menschenfreund! Man ist immer wieder erschüttert über die Kaltherzigkeit oder gar Herzlosigkeit der Leute. Ich weiß nicht, was die sich dabei denken. Und je länger ich das mache, desto schlimmer wird es, hab ich den Eindruck. Es gibt immer wieder eine Steigerung.“Der letzte tragische Fall war die Katze, die mit Benzin übergossen gefunden wurde (wir berichteten). „Die Katze hat das nicht überlebt,“ bedauert Kreil. „Vermutlich waren das irgendwelche Jugendliche, die dabei gestört wurden, als sie sie mit Benzin übergossen, denn wahrscheinlich hätten sie sie dann auch noch bei lebendigem Leib angezündet.“

Die Ferienzeit droht

Lona Kreil sieht die angebundene Katze als einen Vorboten der nahen Ferien. „Was mich so wütend macht, ist, dass das nicht nötig wäre, Tiere auszusetzen, wenn man sie los haben will, noch dazu so, dass sie keine Überlebenschance haben. Denn es gibt ‘zig Möglichkeiten. Ich bin Tag und Nacht in der Tierpension zu erreichen. Aber selbst Katzen oder Hunde ins Tierheim zu bringen, wenn einem die Tierpension zu teuer ist, ist für manche Menschen schon zu viel Aufwand. Aber wer in den Urlaub fahren kann, der kann auch für sein Tier sorgen, denke ich. Nur das Problem ist, dass viele sich gar nicht um ihre Katzen kümmern. Sie lassen sie nicht kastrieren und die Jungen, die unkontrolliert auf die Welt kommen, werden dann halt einfach gegen die Wand geworfen. “Die Idee zur Tierpension kam Keil, um den Gnadenhof finanzieren zu können. „Jeder Euro, den ich damit verdiene, kommt dem Gnadenhof zugute. Und so konnte ich die großen Hunde- und Katzenhäuser sinnvoll nutzen.

Warnung vor Tierfängern

Eine andere Sache, auf die Lona Kreil aufmerksam machen will, ist die Gefahr, die freilaufenden Katzen nach wie von Tierfängern droht. „Manchmal bekomme ich aus einer Gemeinde vermehrt Anrufe, dass Katzen abgehen. Dann weiß ich, dass sie wieder in einem bestimmten Gebiet unterwegs sind. Wenn die Leute auffällige Kastenwägen ‘rumstehen sehen, sollen sie sich doch bitte wenigstens das Kennzeichen merken. Denn sonst kann man diesen Leuten nicht das Handwerk legen. Am Boden dieser Kastenwägen ist eine Öffnung, an der die Tierfänger nur noch auf die Katze zu warten brauchen. Denn von dort wird eine Spur mit Baldrian ausgelegt – da geht ihnen jede Katze, auch wenn sie noch so scheu ist, in die Falle. Das Fangen von Katzen um sie an Versuchslabore zu verkaufen ist strafbar, aber nach wie vor sehr lukrativ. Die Pharmafirmen zahlen nach wie vor für Katzen und auch Katzenfelle sind immer noch begehrt. Wie gesagt, die Grausamkeit der Menschen ist manchmal nicht zu fassen. Aber Gott sei Dank, gibt es auch noch andere Menschen, denn sonst würde man verzweifeln!“ Quelle: Landauer Zeitung 11.07.2009

 

Nachtrag im August: Leider hat es die Katze trotz intensiver tierärztlicher Betreuung und Pflege durch unser Gnadenhof Team nicht geschafft.



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